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Kreisverbindungskommando ergänzt den Krisenstab bei Großschadenslage
Kreisverbindungskommando ergänzt den Krisenstab bei Großschadenslage
Montag, 08. März 2010 - 11:34 UhrAndauernde Regenfälle, Schneeschmelze, Sturmwarnung, Schule steht in Flammen, Fischerstadt droht die Überflutung, dies alles trifft zusammen. Zum Glück war das nur ein erdachtes Szenario für die erste gemeinsame Stabsübung des Kreisverbindungskommandos (KVK) mit dem zivilen Krisenstab im Kreis Minden-Lübbecke. In Realzeit wurde diese Übung am Wochenende in den Räumen der Kreisverwaltung durchgeführt. Das KVK wurde 2007 im Kreis eingerichtet und dient als Bindeglied zwischen dem zivilen Krisenstab und der Bundeswehr.
Das Beüben der Soldaten im realen Schichtdienst wurde vom Beauftragten der Bundeswehr für zivilmilitärische Zusammenarbeit für den Kreis Minden-Lübbecke, Oberstleutnant d Res. Ulrich Meyer, geleitet. Ziel der Übung war es, anhand des sogenannten vorgefertigten Szenarios von zwei aufeinandertreffenden Großschadenslagen, das KVK durch eine Wehrübung in Realzeit auszubilden. Ebenso war die Koordination der zivilen und militärischen Seite abzustimmen, um im Ernstfall einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Denn der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke ist durch das KVK nun in der glücklichen Lage, beim absoluten Katastrophenfall, wenn alle zivilen Hilfsorganisationen schon ausgelastet sind, auf die schnelle Hilfe der Bundeswehr zurückzugreifen. Hierbei stehen das Wissen, die helfenden Hände und die umfangreiche Ausstattung der Bundeswehr zur Verfügung. Im Vorfeld wurde ein Übungsablauf entwickelt, der in sehr guter Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Stellen entstanden ist. Der Entwurf wurde bereits im Herbst 2009 erarbeitet und hatte etwas prophetisches. Die Übung „Wintersturm“ hatte die Großschadenslagen Hochwasser durch Schneeschmelze und Orkan als Inhalt. Das Hochwasser und auch Xynthia haben am gleichen Wochenende glücklicherweise nicht zu Großschadenslagen im Kreis Minden-Lübbecke geführt. Während der Übung fand sich für die Beteiligten sehr schnell ein gemeinsames Arbeitsverständnis. Denn bereits im Vorfeld hatte man die unterschiedlichen Arbeitsweisen systematisiert und verinhaltlicht. Die zivile wie auch die militärische Seite sind nun beispielsweise in der Lage mit den Formblättern und Anweisungen des jeweils anderen zu arbeiten. Es wurden nur wenige Schwachstellen erkannt, die nun ausgeräumt werden müssen. Beide Seiten konnten ein positives Fazit bestätigen. Der Leiter des Kreisverbindungskommandos wird nun seiner übergeordneten Stelle berichten: „Wir sind einsatzbereit!“
Quelle: Kreis Minden-Lübbecke





